Der Übergang in unsere Einrichtung

 

- Eingewöhnung und Beziehungsaufbau -

 

Die Forschung besagt, dass eine herzliche, innige und dauerhafte Bindung zur Mutter eine Grundvoraussetzung geistiger Gesundheit des heranwachsenden Kindes ist. Durch weitere Erforschungen wurde klar, dass die Kinder keineswegs nur zur Mutter oder Vater eine solche besondere Beziehung entwickeln können. Parallel können Kinder auch zu weiteren Personen, zu denen sie dauerhaft Kontakt haben, die den Kindern zugewandt sind und Feinfühligkeit zeigen, eine Beziehung aufbauen sofern diese zuverlässig ist.

Aus heutiger Sicht der Bindungsforschung spricht nichts gegen eine frühe außerfamiliäre Betreuung des Kindes. Nach wie vor gilt: Die ersten drei Jahre sind wichtig für die Entwicklung einer sicheren Bindung. Entscheidend ist, dass feinfühlig auf das Bindungsbedürfnis Ihres Kindes reagiert wird.

Die Eltern-Kind-Beziehung wird bei hoher Qualität der Fremdbetreuung nicht beeinträchtigt.

Maßgebend hierfür sind die Krippenleitlinien und der BEP.

Wir schenken den Kindern eine sichere und vertrauensvolle Umgebung, in der sie sich wohl fühlen und eine Beziehung zu uns aufbauen. Dazu ist eine behutsame Eingewöhnung wichtig.

 

Aufnahmegespräch

Bei der Anmeldung erhalten die Eltern wichtige Informationen zur Einrichtung. Gemeinsam legen wir die Betreuungsvereinbarungen und Buchungszeiten fest. Über dies hinaus wird die weitere Vorgehensweise der Aufnahme besprochen. Alle wichtigen Informationen seitens der Familie und der Einrichtung werden geklärt .

 

Krippe

Anamnesegespräch/Erstgespräch

Das Erstgespräch bietet die Möglichkeit Kontakt zum pädagogischen Fachpersonal aufzunehmen. Hier werden Vorlieben und individuelle Bedürfnisse Ihres Kindes ausgetauscht. Des weiteren stellen wir den Familien die Eingewöhnung detailliert in den einzelnen Phasen vor.

 

Eingewöhnung nach dem Berliner Modell

Der Übergang vom Elternhaus in die Kinderkrippe bedeutet für das Kind eine neue Situation, einen veränderten Tagesablauf und neue soziale Beziehungen. Die neue Umgebung fordert dem Kind eine starke Anpassungsleistung ab. Muss das Kind diese Leistung alleine bewältigen, stellt dies eine Überforderung für dar. Für diese Umstellung benötigt das Kind in jedem Fall eine vertraute Bezugsperson (Mama, Papa, Großeltern,…), die Sicherheit vermittelt. Wenn diese Rahmenbedingungen gegeben sind, kann sich das Kind in der Einrichtung wohl fühlen und in seiner Entwicklung bestmöglichst unterstützt werden.

Nur wenn die Eltern dabei sind, kann es das Gefühl von Sicherheit erfahren und somit die neue Umgebung erkunden.

Ziel der Eingewöhnung ist, dass das Kind eine sichere Bindung zu einer neuen

Bezugsperson aufbauen kann.

 

Grundphase:

Die Grundphase der Eingewöhnung dauert drei Tage. In diesen drei Tagen begleiten die Eltern das Kind jeweils für jeweils eine Stunde. Während dieser Zeit hat es die Möglichkeit die Räumlichkeiten, andere Kinder und die zukünftige Bezugserzieherin kennen zu lernen. In der Zeit der Anwesenheit der Eltern können diese mit einigen Verhaltensempfehlungen ihrem Kind die Eingewöhnung erleichtern und bestehende Unsicherheiten abbauen. Die Eltern sollten im Gruppenraum anwesend sein um einen „sicheren Hafen“ zu bieten. Das Kind sollte die volle Aufmerksamkeit der Eltern haben und sich jederzeit in den „sicheren Hafen“ zurückziehen können. Eine wichtige Aufgabe für die Eltern ist es, dass sie sich ihrem Kind gegenüber passiv verhalten. Das Kind darf nicht zum Spielen oder zum Kontakt zu anderen Kindern und Bezugserziehern gedrängt werden. Wenn Kinder sich bereit fühlen werden sie diesen Schritt gehen.

Am vierten Tag findet nach kurzer Zeit der Ankunft der erste Trennungsversuch bis zu 10 Minuten statt. Hier ist es wichtig, dass die Eltern sich von ihrem Kind verabschieden und ohne sich nochmal umzudrehen den Gruppenraum verlassen. Jedes Kind reagiert auf diese Trennung individuell. Je nachdem wie es mit dieser Situation umgeht und sich von der Bezugserzieherin trösten lässt, wird die Trennungszeit angepasst.

 

Stabilisierungsphase:

Wenn das Kind die Trennung akzeptiert beginnt mit dem fünften Tag die Stabilisierungsphase (mit dem sechsten, wenn der fünfte Tag ein Montag ist). In dieser Phase kommen die Eltern gemeinsam mit ihrem Kind für kurze Zeit in den Gruppenraum (10-15 Minuten). Jetzt überlassen sie es der Pädagogin, dass sie als erste auf Signale ihres Kindes reagieren kann, helfen aber wenn das Kind die Pädagogin noch nicht akzeptiert.

Nach Verabschiedung verlassen die Eltern den Raum. Nun werden unter Beachtung der Bedürfnisse des Kindes, die Trennungszeiten täglich verlängert. Die Pflegerituale werden jetzt auch vom pädagogischen Personal übernommen.

 

Schlussphase:

Die Eingewöhnung des Kindes ist dann gut geglückt, wenn es die Erzieherin als „sichere Basis“ akzeptiert hat und sich von ihr trösten lässt. Es kann durchaus vorkommen, dass das Kind gegen den Weggang der Eltern protestiert. Dies ist ein normales Verhalten. Entscheidend ist, dass sich das Kind von der Pädagogin beruhigen lässt und ein neugieriges, interessiertes Spielverhalten zeigt. In den folgenden zwei Wochen ist es besonders wichtig, dass die Eltern bei Bedarf erreichbar sind.

 

Reflexionsgespräch

Im Abschlussgespräch reflektieren wir gemeinsam den Ablauf der

Eingewöhnungszeit. Hier haben die Eltern die Möglichkeit uns Rückmeldung

zu geben.

 

Übergang in den Krippenalltag

Nach der Eingewöhnungszeit kommt das Kind zu den regulären Buchungszeiten. Es festigt sich nun in unsere Gruppe.

 

Kindergarten

Wir ermöglichen den Kindern einen altersentsprechenden Start in den Kindergartenalltag.

Dieser Vorgang benötigt Zeit und wird individuell auf die einzelnen Kinder abgestimmt. Je nach Gegebenheiten wie z.B. Buchungszeit, Vorerfahrungen in anderen Einrichtungen und Entwicklungsstand des Kindes kann diese Phase durchaus bis zu vier Wochen dauern. Die Eltern begleiten in den ersten Tagen die Kinder in der Gruppe, danach ziehen Sie sich schrittweise zurück. Die Kinder sollen Zeit haben, die vielen neuen Menschen, Eindrücke, Umgebungen und Spielpartner in Ruhe kennen zu lernen, denn der Aufbau von Vertrauen braucht seine Zeit. Im täglichen Austausch mit den Eltern wird die Eingewöhnungsphase zu einer spannenden und bereichernden Zeit für alle Beteiligten.

 

Hort

Die Eingewöhnungszeit verkürzt sich im Hort altersentsprechend. Den Kindern stehen Schnuppertage je nach Bedarf zur Verfügung. Der Austausch zwischen Eltern und pädagogischen Personal ist sehr wichtig.

 

 

 Spruch der Woche

       Wir wünschen allen Kindern

mit ihren Familien

eine wunderschöne

Ferienzeit mit viel

Sonnenschein.

Genießt die Zeit, die

ihr miteinander habt

und lasst es euch gutgehen.

Auch wir werden unsere

Urlaubstage genießen

und uns erholen um dann

wieder kraftvoll in das neue

Kindergarten- und

Hortjahr 2019/2020

zu starten.